
Lebkuchen vom Blech gab es heute. Sehr lecker, sehr einfach & schnell. Ich hatte leider nicht genug Lebkuchengewürz im Haus und musstes natürlich trotzdem backen… mit ein bisschen mehr von dem guten Zeug schmeckt es bestimmt noch besser. Das Rezept kommt von hier: http://berlinerluftinhamburg.blogspot.com/2011/10/lebkuchen-vom-blech.html über hier http://cocoschock.blogspot.com/2011/11/lebkuchenduft.html
Zur Zeit koche und backe ich sehr viel. Es ist mir eine totale Freude, dieser wohlige Geruch in der Nase, der leckere Geschmack im Mund. Mmh.
Ich nehme mir dafür grade sehr viel Zeit, aber es liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich einfach solch einen Appetit auf leckere Sachen habe. Hihi und manchmal aber auch nur, weil ich was neues gekauft habe, was gefüllt werden muss z.B. dieses Cookieglas.
Da mussten die Kekse halt schnell gebacken werden. Lecker sag ich nur.

Weiter ging es dann in letzter Woche mit dem Nusszopf (den habe ich von hier: http://www.vorspeisenplatte.de/rezepte/nusszopf.htm). Ich habe ihn bloß für den Lieblingsmann noch mit dünnen Marzipanscheibchen verfeinert.

Davor gab es noch Zimtschnecken. Ich war zwar im Sommer in Schweden, habe dort jedoch keine gegessen. Das erste Mal gab es sie für mich bei meiner holden Studium–zu–finanzieren–Arbeit. Mmh. Ein Gedicht sag ich nur, aber ich dachte mir wieder: so schwer kann es nicht sein und suchte mir ein Rezept raus. Auch sehr lecker geworden und viele… ca. 35 Stück, aber nach 3–4 Tagen waren die auch schon wieder alle.

Warum verzaubern mich Küchen? Warum will ich als erstes in einer unbekannten Wohnung immer die Küche sehen? Warum sitze ich gerne in gemütlichen Küchen? Warum will ich überhaupt dort sitzen, wo es häufig fettig ist, nach Essen riecht, was mir vllt gar nicht schmeckt? Warum kann ich sogenannte „Esszimmer“ einfach gar nicht ausstehen?
Ich probiere schon lange für mich stückchenweise zu entschlüsseln, welchen Reiz Küchen auf mich ausüben. Küchen bedeuten für mich Leben, auch wenn ich alleine dort sitze, ist irgendwas immer: das Radio ist an, der Kühlschrank summt oder der viel geliebte Geschirrspüler tut sein Werk.
Nebenbei sind die ganzen vielen Gläser, die ich liebevoll gesammelt habe, gefüllt mit vielen tollen Gewürzen, teilweise selbst getrocknete Gewürze die ich aus dem Garten meiner Mutter gemopst habe, dann ganz langsam habe trockenen lassen und dann fein verschlossen in ein schönes Glas, man sieht was drinnen ist, erfreut sich an der Farbvielfalt und den verschiedenen Gerüchen, vom Geschmack ganz zu schweigen.
Aber ich schweife ab: also Küche = Leben und sonst bei anderen?
Für mich erkenne ich dort sehr schnell Muster
- derjenige hat nur einen Kühlschrank, der die tiefgetaute Pizza verwahrt
- das blanke Chaos - auch nicht mein Fall, aber doch sehr viel persönlicher,
- absoluter Minimalismus, so getreu dem Motto „für spezielle Essen gehe ich lieber ins Restaurant“
Ich probiere bei Bekannten schnell rauszubekommen, ob das eine langfristigere Bekanntschaft sein könnte, oder ob man sich doch nur schnell auf eine Portion Pommes treffen sollte, da danach sowieso der Gesprächsstoff vorbei wäre.
Die Küche zeigt dir die Person unverblümt.
Die Gedanken strömen umher, von einem Platz in der Welt zum nächsten, planlos, ruhelos.
Soviel gibt es zu bedenken & zu erforschen. Abends kehren sie wieder ein, suchen ihren Ruhepol & finden ihn bei dir. Denn am Schönsten ist es doch mit dir in Gedanken zu schwelgen, zu träumen & zu wünschen.
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J.H.